Weil derzeit wieder häufig vermeldet wird, die palästinensische Wirtschaft könne sich aufgrund der vielen israelischen Straßensperren nicht entfalten (hier z.B.), sei kurz angemerkt, dass eine Sperre oder eine Kontrolle selten den Boom eines oder mehrer Wirtschaftszweige verhindert. Ein Beispiel ist der Drogenhandel: Trotz umfangreicher Bemühungen, die Wege der verschiedenen Rauschmittel zu behindern, ist nahezu alles auf dem europäischen Markt erhältlich.

Nun liegt der israelischen Armee aber weniger an einer Blockade des palästinensischen Wirtschaftswachstums als an einer möglichst effektiven Behinderung des dortigen Waffen- und Sprengstoffschmuggels – absurderweise ist dieser Teil des wirtschaftlichen Wachsens in den Autonomiegebieten überhaupt nicht lahm gelegt. Weiterhin wird der Gazastreifen von Israel mit Treibstoff und Strom beliefert, um das dortige Funktionieren zu sichern. Trotzdem flogen in diesem Jahr schon 970 Kassamraketen und über 1200 Granaten aus dem Gazastreifen nach Israel.

Es sieht nicht so aus, dass für die sicherlich vorhandene Misswirtschaft in den palästinensischen Gebieten, die Israelis verantwortlich gemacht werden können, solange jeder dort unten mit ausreichend Waffen und Munition ausgestattet wird.

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