Milivoj Ašner, Klagenfurter Mitbürger kroatischen Hintergrunds mit anscheinend vorbildlicher Integrationsleistung, würde laut der britischen Sun sich gerne vor Gericht für seine Untaten rechtfertigen. Ašner war Chef der Ustascha-Polizei im kroatischen Požega und soll für die Deportation Tausender Juden, Roma und Serben in Konzentrationslager verantwortlich sein.
   Jetzt ist er samt Familie gern gesehen in Kärnten. Kein Geringerer als Landeshauptmann Jörg Haider macht sich für ihn stark, der sich wünscht, dass Ašner seinen Lebensabend in Kärnten verbringen soll und von sich gibt, diese Familie sehr zu schätzen. Nun kann sich Haider, der den Zenit seiner Politikerkarriere schon lange überschritten hat, anders kaum noch ins Rampenlicht stellen. Und es zeigt wieder einmal welch Geist in Österreich wirkt und bewirkt, dass sich in Österreich unabhängige Rechtssprechung nur schwer durchsetzt.
   Es wird sich auf “unabhängige Gutachter” verlassen, die der rechten Szene in Kärnten zuzurechnen sind und Ašner eine Demenz attestieren, die ihn vor einem Auslieferungsbegehren aus Kroatien schützt – wobei er selber, wie eingangs erwähnt, sich gerne verantworten würde. Er passt wohl einfach zu gut zu Kärnten, um ihn ziehen zu lassen.

[derstandard.at]

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