Eine Tour de France ohne Doping wär nichts Gescheites. Lauter seitengescheitelte Langweiler, die schon in der Schule ihre mit Spickzettel ausstaffierten Banknachbarn verpfiffen haben. Keine Frage, es wäre ein Kräftemessen zwischen Sportlern reinsten Blutes – vermutlich gilt genau deshalb die deutsche Presse als Speerspitze im Kampf gegen unsauberen Sport, allen voran die Süddeutsche Zeitung.
Aber sind wir doch mal ehrlich: Die Geschichte rund um die Tour, die Skandale um die Mittelchen, die ist doch längst die eigentliche Geschichte. Es ist auch die interessantere. Ein ständiges Wer mit wem? Der ist bei diesem und dieser bei jenem in Behandlung. Und jener wurde mit Schützling B in der Hauptstadt des Dopingschurkenstaats Nummer eins gesichtet, während Schützling A aus einem vormals verdächtigen Umfeld kommt.
Und werden eines Tages, rein hypothetisch betrachtet, die Favoriten beim Hochschieben der Fahrräder nach Alpe-d’Huez angefeuert, wird vermutlich immer noch gemäkelt, der war aber verdächtig schnell zu Fuß unterwegs.
Andersrum: Dieses Gesudere (ums mal österreichisch auszudrücken) brauchts auch, sonst funktioniert es nicht. Aber lasst euch gesagt sein: Reinheit führt zu nichts!

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