»Der deutsche Außenminister Steinmeier zeigte sich über die mangelnde Kooperation Teherans enttäuscht« (hier), heißt es angesichts der Erkenntnisse der IAEA, nach welchen im Iran 4600 Zentrifugen bald die für eine Atombombe nötige Menge an Uran angereichert haben werden.
Mich interessiert ja ernsthaft, weswegen Steinmeier sich genau enttäuscht zeigt. Weil unter anderem sein Kurs (maßgeblich von seinem Vorgänger Joschka Fischer begonnen) die Israelis zwingt, demnächst ein militärisch höchst risikoreiches Unterfangen zu starten? Eigentlich kaum zu glauben.
Weil das europäische Versagen bei der Verhinderung einer iranischen Atombombe nun eben ein militärisches Eingreifen aller Wahrscheinlichkeit nach notwendig macht?
Gehen wir mal ganz optimistisch davon aus, dass Israel einigermaßen gut aus der eventuellen Konfrontation herauskommt, dann müsste er sich in Wahrheit doch freuen. Einen Regimechange hat derzeit niemand im Kreuz, die iranischen Verhältnisse werden sich so schnell nicht ändern, was heißt, dass vor allem die wirtschaftlichen Beziehungen auch nach einem Militärschlag gegen die Atomanlagen von den Europäern und allen voran den Deutschen ausgiebigst ausgebaut werden können – wenn man sich nicht von Russland und China überholen lässt. Eigentlich, so wäre zu resümieren, wurde alles richtig gemacht.

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