Nach András Szigetvari im Standard, darf nun Ziad Haidar, syrischer Journalist, im ORF (via Instant Coffee), den im Januar zu inaugurierenden nächsten Präsidenten der USA für eine eventuell eintretende nahöstliche Instabilität in die Verantwortung nehmen. Ganz im Sinne der üblichen Rezeption des Konflikts dürfen nur Isael und die USA als handelnde Akteure gesehen werden. Die Palästinenser in die Verantwortung nehmen? Um Himmels Willen! Syrien? Gott bewahre, ein Hort der Friedensliebe, wären da nicht …, usw.
Szigetvari drohte mit palästinensischer Instabilität, sofern Obama nicht mit dem Iran ins Gespräch kommt. Woran sich Obama eigentlich nur die Zähne ausbeißen kann, geht den Palästinensern schließlich die eigene Stabilität meist am Allerwertesten vorbei – im Gegenteil: der Destabilisierung Israel gilt alles Bestreben. Haidar hingegen ängstigt sich um die syrische Stabilität, wenn Obama nicht auf Damaskus zugeht. Ausgerechnet Syrien, das in fast allen Unappetitlichkeiten der Region seine Finger im Spiel hat.
Bin gespannt, wer noch alles daher kommt und mit Instabilität droht, wenn die USA nicht ihre Arme öffnen.
Man kann nur inständigst hoffen, dass Obama dieses Spiel nicht mitspielt und jenen »Diktatoren und Tyrannen, die diese Region zur Hoelle machen« (wadi) eben nicht die nötige Stabilität gibt, welche ihr grausames Wirken noch bis auf Weiteres garantieren würde.

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