Sozialer Wohnungsbau

Sozialer Wohnungsbau im Westjordanland!
   Das ist natürlich nicht ganz richtig, es geht um die ewig umstrittene Siedlungsbauerei der Israelis. Und es ist ein ewig abgeschmacktes Thema. Kein Wohnungsbau der Welt gerät so in den Fokus der Weltöffentlichkeit wie der israelische. Viele Kommentatoren regen sich über die Illegalität auf.
   Nehmen Sie einmal das Baugewerbe im bayerischen Raum: Ein neues Gebäude, vom Schuppen bis zum Toilettenhäuschen, von der Garage zum neuen Supermarkt im Tausend-Einwohner-Kaff. Oft wird gebaut und gebaut und dann kümmert man sich im Nachhinein um die entsprechenden Genehmigungen durch die örtlichen CSU-Spezln (wenn überhaupt). Mit sowas sollte man den UNO-Sicherheitsrat mal behelligen.
   Das Problem beim Siedlungsbau im Westjordanland ist im Wesentlichen auf die Ungastlichkeit palästinensischer Provenienz zurückzuführen. Während rund 20% der israelischen Bevölkerung »arabischen Hintergrundes« ist, muss die Bevölkerung der palästinensischen Gebiete judenfrei sein.
   Stellen Sie sich einmal vor, die verrücktesten unter den jüdischen Siedlern kämen tatsächlich auf die Idee, nach einer palästinensischen Staatsgründung weiter nahe Hebron wohnen zu wollen und zu diesem Zweck die palästinensische Staatsbürgerschaft zu beantragen. Der Lindwurm fragt korrekt, was außer Judenhass denn dagegen spräche. Dabei ist das schon das ausschlagebenste Argument, dieses Experiment sein zu lassen. Das Massaker, wenn die jüdische Gemeinde der Westbank nicht mehr unter dem Schutz der IDF steht, mag man sich nicht vorstellen.
   Dieser Judenhass, der eine einigermaßen vernünftige Betrachtungsweise verhindert, wird schlussendlich auch noch durch das enorme öffentliche Interesse angefeuert. Kommentatoren, Beobachter, Berater und Souffleure aller Couleur; angefeuert von Thorsten Schmitz, dem Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung – der ein judenfreies Palästina fordern darf, wenn Angela Merkel in der Knesset spricht -, kann Abbas gar nicht anders, als einen Staat »ohne jüdische Siedlungen« zu fordern.
   Wer von den ganzen internationalen Kommentatoren und Wohlmeinenden wirklich an einer Lösung des Problems des nahöstlichen Baugewerbes interessiert ist, der sollte Druck auf die palästinensische Gesellschaft ausüben, sich ein wenig multikultureller auszurichten und auch Juden in ihren Reihen willkommen heißen.

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