Verantwortung?

Man kann an der Welt verzweifeln, keine Frage. Sei es das schlechte Wetter, der Arbeitsalltag oder auch nur die indifferente bis ablehnende Haltung der Linken zum Aufstand im Iran.
Garanten zur Auflockerung routinierter Tristesse sind in Zeiten wie diesen die Palästinenser:
»Die palästinensische Regierung hat den Vorstoß des EU-Außenbeauftragten Javier Solana zur internationalen Anerkennung eines Staates für die Palästinenser begrüßt. Die internationale Gemeinschaft trage eine Verantwortung für die Lösung des Konflikts, weil der Palästina-Teilungsplan der Vereinten Nationen von 1947 zur Entstehung des Problems beigetragen habe, sagte der Berater von Präsident Mahmoud Abbas, Nabil Abu Rudeina, am Montag in Ramallah.« Nachzulesen im Standard.

Eh. Die Palästinenser waren noch nie gewillt, Verantwortung für ihre gescheiterte Existenz zu übernehmen, geschweige denn für ihre Missetaten.
Aber den Teilungsplan als Entstehung des Problems zu nennen, ist eine Dreistigkeit neuer Qualität. War der Plan seinerzeit doch, ganz dezidiert einen Palästinenserstaat zu schaffen. Was von arabisch-palästinenischer Seite postwendend und unter Zuhilfenahme eines blutigen Krieges abgelehnt wurde.
Aber den Palästinensern nimmt man sowas nicht übel. Die könnten im Einzelnen noch konkreter werden: Meine Mutter, die mich in die Welt gesetzt hat, trägt die Verantwortung dafür, dass ich meine Nachbarn erschieße.

[Alternative Kategorie: Eltern haften für ihre Kinder – lebenslang. Und wenn die Eltern vor den Kindern sterben, übernimmt die UNO.]

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