Angesichts des Cyberkrieges rund um die sogenannte Wikileaksaffäre musste es ja so kommen, dass die deutsche Piratenpartei sich zu Wort meldet. Hilflos seien die Menschen, "angesichts des Vorgehens gegen Wikilieaks" und sie würden "nicht zu derart drastischen Mitteln greifen" wenn nur ihre Stimmen gehört werden würden.
   Das Volk begehrt auf gegen Tyrranei und Unterdrückung! Meine Güte, was ein Blödsinn. Das ist genauso doof wie diese saudumme Stilisierung von Mittelstandskiddies zu Opfern der Staatsgewalt, wenn sie mal erlebnisorientiert unterwegs sind und auf Demos gehen, um sich mit der Polizei eine Auseinandersetzung zu liefern. So sind die Internetaktivisten mitnichten Menschen, deren Stimmen nicht gehört werden.
   Fast jeder hat ein Weblog oder einen Account bei einem sozialen Netzwerk oder sonstwas oder sonstwo; und nichts von dem, was sie dort in die Welt hinausposaunen wird unterdrückt oder wegzensiert. Es wird halt meist nur zu belanglos sein, um es hinreichend zu würdigen. Und die meisten werden dies vermutlich auch wissen und dennoch ihren Spaß daran haben, im Internet für Wikileaks in den virtuellen Ring zu steigen. Aber wahrscheinlich ist selbst für solche Banalitäten die Piratenpartei zu deppert.

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